Anmerkungen: Crashtestarten / Testjahr / Türöffnung / Überdeckung

Geschichte der Crashverfahren

Crashtestarten

Türöffnung

Testjahr

 

Zur Geschichte der Crashverfahren:

Anfangs crashten der ADAC und die Autozeitschriften "auto, motor und sport (ams)" sowie "AutoBild" nach eigenen Crashrichtlinien. 1996 wurde der Euro-NCAP (European New Car Assessment Program) ins Leben gerufen. Ziel ist eine europaweit einheitliche Crashtest-Richtlinie, damit auch Crashtests aus dem Ausland verwendbar werden. Der ADAC trat dem Euro-NCAP bei und crasht seit 1998 nach dieser Norm. Auch "ams" crasht mittlerweile nach dieser Norm. "AutoBild" crasht zwar nach Euro-NCAP-Norm, verwendet aber einen eigenen, andersartigen Bewertungsschlüssel.

 

Crashtestarten:

Der Frontalcrash:

Hier fährt ein Fahrzeug vorwärts auf ein Hindernis zu. Dies kann eine nicht verformbare Betonwand oder auch ein verformbarer Aluminiumblock sein, dessen Innenleben bienenwabenartig aufgebaut ist. Meist ist die Überdeckung vom Fahrzeug zum Hindernis kleiner 100%, d.h. nur die Fahrerseite (40% oder 50%, je nach Crashtest) trifft das Hindernis. So wird die Festigkeit der Fahrzeugstruktur auf die Probe gestellt.

Der Seitencrash:

Das Versuchsfahrzeug steht hier still auf dem Boden. Ein beweglicher, verformbarer Aluminium- oder Kunststoffblock rast nun im rechten Winkel zum Fahrzeug auf die Fahrerseite des Fahrzeugs zu. Er trifft das Fahrzeug an der Fahrertür, der B-Säule und der hinteren Tür der Fahrerseite.

Der Partnercrash:

Hier fahren zwei Fahrzeuge mit derselben Geschwindigkeit aufeinander zu. Sie fahren so versetzt, dass sie sich nur mit der Fahrerseite der Fahrzeugfront treffen. So wird das Crashverhalten beim Unfall mit einem realen Unfallgegner ermittelt.

Der Pfahlcrash:

Voraussetzung für das Durchführen des Pfahlcrashs ist das Vorhandensein von Kopf- und Seitenairbags. Das Versuchsfahrzeug steht still auf dem Boden. Es wird ein Laternen-Pfahl mit 29 km/h in die Fahrertür gerammt. Dieser Crashversuch zeigt auf, wie stabil die Seiten- und Dachkonstruktion ist. In der Realität würde dieser Unfallart ein "Schleudern gegen eine Laterne" entsprechen.

Der Fußgängercrash:

Um das Verletzungsrisiko bei einem Unfall mit einem Fußgänger zu ermitteln, werden an ausgewählten Stellen Kugeln auf die Frontpartie des Fahrzeugs geschossen. Sensoren in den Kugeln liefern Messwerte, aus denen das Fußgänger-Verletzungsrisiko ermittelt werden kann.

 

Türöffnung:

Sie erfolgt immer an der Fahrertür.

 

Testjahr:

Das Testjahr bezieht sich auf das Jahr der Veröffentlichung eines Crashtests.

 

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